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Freitag, 04.04.2008, 17:30
Viele leiden an Frühjahrsdepression
Zu Frühlingsbeginn erleiden viele Menschen eine Frühjahrsdepression. Diese Erkrankung lässt die Kranken in ein tiefes seelisches Loch fallen.


Fehlendes Verständnis
Aus diesem Tief kommen sie ohne Medikamente oft nicht mehr heraus. In der Bevölkerung gibt es für diese Menschen nach wie vor viel zu wenig Akzeptanz. Das sagte Eberhard Deisenhammer, Psychiater und Psychotherapeut an der Universität Innsbruck, am Montag bei "ORF Tirol heute".

Depression sei wie Zuckerkrankheit, Bluthochdruck oder eine Verletzung als eine Krankheit zu sehen, so Deisenhammer. Das dies von vielen nicht verstanden werde, bringe den Depressions-Kranken zusätzlich unter Druck.

Quelle: tirol.orf.at/stories/92296/

Aber, wie kommt es eigentlich zu dieser Frühjahrs-Depression? Und wie kann man sie verhindern? Und warum tritt diese Art von Depression nur im Frühjahr auf?

Auf Eure Kommentare und Beiträge freut sich
Little_Devil


 
Depression
beginnen die kurzen tage im herbst, beginnt bei vielen die herbstdepression...im winter scheint leider auch nicht oft die sonne, dass führt dann zu einer winterdepression und jetzt beginnt wieder die frühjahrsdepression...

ab und an hab ICH das gefühl, dass der begriff "depression" in der heutigen zeit viel zu oft und viel zu leicht diagnostiziert wird...sicher leben viele ärzte, therapeuten berater und natürlich auch die pharmaindustrie davon, wenn menschen unter psychischen krankheiten leiden...

schon viel zu oft wurde ich in meinem bekanntenkreis mit diesem begriff konfrontiert, aber in erster linie von menschen, denen es meines wissens nach an struktur, an herausforderung, an zielen im leben fehlte... sprich die generell nicht sehr aktiv und energielos waren und sich in jeder situation leicht und schnell überfordert fühlten...

wenn ICH total "am sand" bin, mir den ganzen tag nach heulen zumute ist, nichts so läuft wie es laufen sollte, das aber auch schon gestern und vorgestern so war und absehbarerweise auch morgen so sein wird, ich mir am liebsten die decke über den kopf ziehen möchte um dann den ganzen tag darunter zu bleiben oder mir total verzweifelt wünsche, dass doch endlich der boden unter mir aufgeht um dem ganzen ein ende zu machen, habe ich dann eine depression oder bin ich einfach nur frustriert...

ich würde diese situation als einen bestandteil jeden menschlichen lebens bezeichnen, jeder ist mal oben und dann wieder mal unten...hormone, einstellung zum leben auch lebenserfahrung, das persönliche umfeld alles spielt natürlich mit eine rolle...

aber ich denke nicht, dass jede depression, die vom arzt oder von irgendeinem "hausmeisterfreud" als solche diagnostiziert wird um dann mit sogenannten "stimmungsaufhellern" kuriert zu werden, auch eine ist...

es gibt sehr viele möglichkeiten um im körper glückshormone freizusetzen ohne dass man einen arzt braucht...z.b. schokolade, guter sex, sonne, sport bzw. generell viel bewegung in frischer luft, die liebe, positive gedanken usw.

soweit ein paar skeptische gedanken meinerseits
zum thema depression zur nächtlichen stunde

und gute nacht!
 
@ extrem
du hast ws recht...klar, wenn ich mich ein paar tage nicht so wohl fühl, spricht man nicht gleich von depressionen, aber wenn sich das über jahre hinzieht, dann ist meiner meinung nach was nicht in Ordnung...
das es in jedem leben mal höhen und tiefen gibt is klar, doch sollte man, wenn sich die über eine gewisse zeit hinzieht, dann sollte man schon einen arzt zu rate ziehen...

auf jedenfall ist das wichtigste nicht wegzusehen, wenn Familienmitglieder oder Freunde über längere Zeit hin sich zurückziehen und in diesem "Loch" stecken...

Liebe Grüße
 
Die Depression..
...oder wie man so schön sagt: "Die hat´s in den Nerven!"

....Wann spricht man von einer Depression?
Ich habe es am eigenen Leib erfahren. Deutlich wurde mir der Unterschied zwischen frustriert sein und depressiv sein ......
...ich wollte nicht mehr LEBEN! Habe keinen Sinn mehr im Leben gesehen und keinerlei Perspektiven für meine Zukunft. Auf einmal sind mir Dinge wie meine Arbeit, welche ich sehr liebe, die Aussicht auf ein Haus im Grünen und all die schönen Dinge, die mein Leben bieten, am A..... vorbeigegangen. Ich habe über einen längeren Zeitraum nichts mehr gegessen - und habe sehr stark abgenommen...war kaum noch in der Lage, den Alltag zu bewältigen und hatte ANGST vor mir selber- das war das schlimmste an der Sache- ANGST vor dem eigenen Handeln zu haben. Wohin führt mich das ganze? Werde ich die Kontrolle über mich verlieren? SCHLIMM!
Ich bin nun in Behandlung und nehme auch Medikamente. Es tut mir sehr gut, mit meinem Therapeuten zu reden. Es ist auch ein hartes Stück Arbeit, denn man muss den Dingen ins Auge sehen, die einen dazu führten, und ETWAS ändern im Leben. Sonst nützen auch die Medikamente nicht .....

Ja, und so versuche ich nun , wieder öfter auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen - gelingt mir eh ganz gut!
Aber man darf Betroffenen wirklich nicht als "Hypochonder" ansehen und sie wirklich ernst nehmen. Je früher man das Problem angeht, umso größer sind die Chancen auf eine Heilung.

In diesem Sinne
alles Liebe
butti
 
erlebnisbericht
ich habe eine ganz schlimme schwere depressive phase letztes jahr durchgemacht.
vielleicht interessiert gerade deswegen jemanden meine homepage.
www.annunziata-vitiello.at

Nunzia

es betrifft viel mehr menschen als man glaúbt.
 
Depression
hat ganz bestimmte Kriterien. Leider ist es auch zu einer "Modeerscheinung" geworden. Es klingt so gut, wenn man eine Krankheit hat und nicht einfach nur ein Tief. Und es ist so leicht vom Hausarzt Pillen zu bekommen.
In der Zwischenzeit hat man bereits festgestellt, dass in der Anfangsphase Tabletten auch schaden können statt helfen.
http://www2.uni-jena.de/erzwiss/projekte_2003/seidel_scholl/dsm_kriterien_psychische_stoerungen.htm
Das normale Tief, dass uns alle mal überkommt hat NICHTS mit einer Depression zu tun.
Gertrude
 
interessant
Liebe Little Devil,

interessant deine Story.

hab auch die Kommentare aufmeksam durchgelesen.

ich gehöre zu den Menschen, die oft wenig Verständnis für solche Menschen aufbringen, die nur sich selbst so bemitleiden.

Meine Freundin ist da auch betroffen:

Sie findet sie hat Depressionen. Ich finde ihr fehlt ein gesunder Blickwinkel für sich selber und die Welt.

Sie findet sie muss auf sich selber schauen, find ich auch, aber jeder Stimmung und jedem Wehwechen nachzugeben. ist das Depression???

Vor ca. knapp über einem Jahr hab sie sich wieder mal total betrunken, ist ein bisschen ausgerastet.
Meine Mutter hat zu ihr gesagt, Kind du bist depressiv. Meine Freundin ab zum Hausarzt, Antidepressiva müssen her. Hat sie auch bekommen.

Als sie sie dann nach Monaten lassen wollte (weil sie trank ja trotzdem beim Weggehen Alkohol), kriegte sie Entzugserscheinungen.

Dann war sie schwanger, musste wegen Blutungen ins KH und was machen dort die Ärzte??
Wollen ihr wieder was geben, weil sie so labil erscheint. Antidepressiva und Schlaftabletten.

Meine Freundin ist nicht depressiv. Sie hat nur noch nie etwas normal gemacht.

Als sie noch arbeitete, gab es nur arbeiten, schlafen und fortgehen.
Gegessen hat sie nur so zwischendurch mal ein Stück Torte, Kebap, was Süsses, oder halt bei mir ab und an was gescheites.

Als sie schwanger wurde, wollte sie nicht mehr arbeiten gehen, weil ihr ständig schlecht war.

Also hat sie gejammert, beim Arzt geheult und hat den Frühmutterschutz bekommen.

Ich nenne diese Art Mensch einfach schwach und inkonsequent.
Ihr ist es zu anstrengend Struktur ins Leben zu bekommen, sie ist gern schwach, weil dann bekommt sie Aufmerksamkeit und die hat sie gerne.


Lieg ich da so falsch?

Phasen wo ein Mensch nicht mehr kann, hat jeder im Leben, aber wird es dadurch besser wenn ich mich mit Medikamenten betäube? - sicher der einfachste Weg und man hat ja auch eine Rechtfertigung - man ist ja krank.

Es gibt wirklich Kranke. Ja das weiss ich. Ein ehemaliger sehr guter Freund von mir war Manisch-Depressiv. Ich war dabei als er vom Hausdach springen wollte, weil er glaubte er könne fliegen. Der war/ist richtig krank.

Aber die Menschen die vorm Leben fliehen - sind die Krank?
 
@bellemichele
Ob Deine Freundin Depressionen hat können Angehörige, Freunde und nicht feststellen. Dafür gibt es Fachärzte. Es ist jedoch sehr oft so, dass zuerst die Depression kommt und dann als Folgeerscheinung die Sucht.
Aber egal ob ja oder nein. Sie leidet und sendet Hilfeschreie.
Bitte nicht böse sein, aber: Was berechtigt Dich zu verurteilen? Zu beurteilen?
Wo ich Dir recht gebe und wo unsere Gesellschaft inklusive Ärzten mitmacht ist: Sofort Pülverchen verschreiben. Sicher ist dies der einfachste Weg, doch nicht unbedingt der Beste.
Gertrude
 
Liebe Transakt
Ich verurteile nicht. Im Gegenteil ich würd ihr gerne helfen.

Als sie damals eine Gesprächstherapie beginnen sollte, war ihr das zu mühsam. Tabletten helfen schneller, sind unkomplizierter und man muss sich nicht mit sich genauer auseinandersetzen.

Ich traue mich darüber ein Urteil abzugeben, weil ich es war, die zu jeder Tages- und Nachtzeit für sie da ist, weil ich es bin die sie wieder aufrichten muss, weil ich es bin an der sie sich orientiert.

Tablettenmissbrauch ist in ihrer Familie verbreitet. Von der Oma, über die Mutter bis zur Schwester schlucken sie alle schnell Tabletten, fühlen sich alle depressiv. aber die Tabletten lassen sie sich vom Hausarzt verschreiben.

Ich hab nie gesagt das sie "normal" ist. Das ist sie wirklich nicht. Aber Hilfe, richtige Hilfe will sie nicht. Sie schreit nach Hilfe, ja klar hab ich das bemerkt.

Aber kommt ihr ein Fachmann zu nahe, wird sie hysterisch, dann wird sie zum Kind und ich war die Hysterikerin die überreagiert hat und sie zu diesem Besuch "genötigt" hat.

Depressionen gibt es, aber es gibt auch ein vor dem Leben davonlaufen, liebe Transakt.

Manche Dinge brauchen Tabletten, aber mit sich selber klarer werden, die innere Ruhe zu finden, Kraft und Stärke zu tanken, das kann man damit sicher nicht.

Ich bin keine Psychologe, ich bin einfach Mensch und als solcher kenn ich meine Freundin sehr gut. Ich liebe sie, sie ist meine beste Freundin. Genau deshalb versuch ich ihr auch eine Freundin zu sein.

Und wenn sie vor lauter Medikamenten nur müde und lustlos ist, dann hab ich ihr keinen Dienst erwiesen.

Die Stärke eines Menschen muss wachsen. Nicht jeder ist gleich stark, aber gerade als Schwangere muss sie etwas mehr Stärke erlernen, den ihr Kind wird sie brauchen.

Und bei allem Respekt Psychologen und Psychiatern gegenüber, die bräuchten oft selber Hilfe, so abgehoben und weltfremd viele sind.

Ich durfte ja in den letzten Jahren einige kennenlernen.

Das ist meine Meinung und ich denke es ist eine gesunde Meinung.

Michelle
 
?????????
Ich habe meinen Kommentar gelöscht, da er das Gegenteil dessen bewirkt hat, was ich im Sinn hatte.

Ich wollte Verständnis für die Betroffenen und sachliche Diskussion. Dass meine Hypothesen und die persönliche Meinung als Ferndiagnose interpretiert wurde war nicht beabsichtigt.

Fehlinterpretation. Schade.

Ich verstehe diesen Blog als Aufruf zum Verständnis für Betroffene. Diese sollten ermutigt werden darüber zu sprechen.

Dr. Pritz nennt Depression die Krankheit der –losigkeit. Trostlos, hilflos, lieblos, gefühllos, antriebslos, freudlos, nutzlos, ruhelos. Und das über längere Zeit.

Ich stelle es mir schrecklich vor in diesem Zustand zu leben.
Gertrude
 
@transakt
ehrlich gesagt finde ich deine Art zu antworten sehr mühsam.

Jede Textstelle reinzukopieren, zu zerpflücken und mit deiner Meinung zu versehen

Aber ich hab mich an deine Art hier gewöhnt.

Wer bist du das du dich als Richterin über meine Meinung erheben darfst (wie schon oft wenn ich anmerken darf)

Jeder der mich persönlich kennt, weiss das ich eine Seele von einem Menschen bin.

Ich helfe meiner Freundin so weit ich kann.
Ich kenne sie und ja ich weiss das sie Probleme hat - Probleme sind für mich da um sie zu lösen. Mit psychologischem Fachkram ist ihr ja offensichtlich nicht geholfen.

Jeder Mensch muss sehen das er sein Leben meistert - auf die eine oder andere Art.

All die Symptome die du aufgezählt hast, ja auch ich hatte die schon mal wie wahrscheinlich jeder andere Mensch auch.

Aber deshalb gleich Pychopharmaka schlucken???????


Sie muss entscheiden was sie tut und was nicht - ich bin nur da und steh ihr zur Seite.

Und dann schafft sie es auch, sie versucht halt immer mit dem Blondchenimage durchzukommen und wenn sie merkt es geht nicht - dann kommt ihre Stärke durch - und sie schafft es auch.

Aber sie wird jetzt Mutter (und das bitte nur weil ich schwanger bin) und da beginnt ein neuer Lebensabschnitt, da wird sie mehr Verantwortung tragen müssen - diese kann ich ihr nicht abnehmen.

Und bitte tu mir den Gefallen und lass die Ferndiagnosen. Ich weiss ja nicht was du genau beruflich bist - aber wie gesagt, ich halte nicht allzu viel davon.

Und das ich hier meine Meinung schreibe, sollte erlaubt sein ohne das ich dann deine oberlehrerhafte Belehrung erhalten.

Mit diesen Worten möchte ich dies hier zum Abschluss bringen

Michelle